Video - Didgeridoo spielen lernen - Zirkularatmung - Mit Wangen
Video - Didgeridoo spielen lernen - Zirkularatmung - Ohne Wangen
 

Über traditionelles Didgeridoospiel mit Video - Traditionelles Didgeridoo 1 - Einführung

In meinem ersten Jahr als Didgeridoospieler hatte ich keine Informationen über traditionelle Spielweisen. Ich dachte, was ich so hörte, gelesen hatte und selbst spielte, ist was Aborigines so tun. Meine ersten Lehrer waren -moderne- Spieler und ich bewunderte sie für ihr Können. Ich hörte Ondrey Smeykals überragendes Spiel und wollte auch so spielen.
Meine erste Begegnung mit wirklich traditionellem Spiel verlief wenig enthusiastisch. Ich fand es extrem, unmusikalisch, arhythmisch, mit viel zu vielen Huptönen und für mich einfach unspielbar. Es war die Djalu teaches and plays CD Volume 1, also das Schwerste und Krasseste was geht.

Video - Traditionelles Didgeridoo 1 - Einführung

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Milder kam dann später eine CD mit David Blanasi bei mir an. Ich fragte mich zwar, wieso er 20 Mal das selbe Stück spielt, aber es ging leichter ins Ohr als die Djalu Sachen. Ich mochte seinen ruppigen Sound. Das war etwa 2001.

Seitdem hab ich viel lernen können, wie die Aborigines das alles im Wesentlichen so machen, daß es verschiedene Stile gibt und welche wie funktionieren, daß es dabei durchaus sehr tanzig zugehen kann, Polyrhythmik viel Spaß macht und zum guten Didgeridoospiel erheblich mehr gehört, als den Grundton zu spielen,  zu Zirkeln und Geräusche mit der Stimme zu machen.

Heute denke und fühle ich, daß traditionelle Spielweisen einfach "richtig" sind. Die Aborigines hatten viele tausend Jahre Zeit diese Spieltechniken zu entwickeln und zu perfektionieren. Im Gegensatz zu vielen modernen Spielarten sind sie physiologisch richtig, höchst ökonomisch und effizient. Sie folgen einer klaren Logik und bieten dem Spieler ein stabiles Fundament, auf dem er seinen eigenen Stil entwickeln kann. Richtig gelernt macht traditionelles Didgeridoospiel extrem viel Freude und gibt ein Gefühl von Kraft und Ausgeglichenheit. Man fühlt sich aufgeladen statt gestresst.

Für mich auch von Bedeutung... es gibt in musikalischer und künstlerischer Hinsicht keine Unsicherheit. Es gibt nur richtig und falsch. Man muss sich nie fragen "taugt was ich da spiele etwas?" Man hängt also nicht im freien Raum, zweifelnd, im  Zwang das musikalische und spieltechnische Rad neu erfinden zu müssen. Die Aborigines haben für jede Gemütslage und Stimmung die passende Spielweise. Es ist alles schon da.

Mit der Zeit beherrscht man die wichtigsten Grundlagen und findet seinen wohlfundierten Weg zum eigenen Stil. Ich finde das beruhigend und befreiend, das gibt Sicherheit und dadurch Spaß.

Deswegen unterrichte und spiele ich so gerne traditionell.
© Didgehouse.com - Olaf Gersbacher
 
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